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Geschichtlicher Abriss des Kloster Reichensteins Teil II

VII geplante Neugründung eines Benediktinerklosters ab 2008
Im Jahre 2008 kaufte schließlich der Verein St. Benedikt e.V. das Gut Reichenstein mit der Absicht, hier nach Durchführung zahlreicher Renovierungs - und Neubauarbeiten ein Benediktinerkloster für die Mönche aus des Klosters Notre Dame de Bellaigue in der Avergne (Frankreich) zu errichten. Dieses 2001 gegründete Benediktinerkloster hat z. Z. 39 Mönche, von denen 6 nach Fertigstellung der notwendigen Klostergebäude ins neue Kloster Reichenstein übersiedeln werden. Am kommenden Samstag, dem 22. August wird eine Delegation aus dem Kloster Bellaigue bei der festlichen Feier des Patroziniums der Reichensteiner Klosterkirche, das eigentlichen auf den heutigen Tag, dem Fest Maria Himmelfahrt, fällt, anwesend sein.

Nun noch einige Anmerkungen zum Gründungsdatum des Klosters Reichenstein:
Diese war lange Jahre bis ins 20. Jahrhundert hin umstritten, was nicht zuletzt daran lag, dass es keine schriftlichen Zeugnisse aus der Gründungszeit gab, vielleicht nicht zuletzt deswegen, weil das Klosterarchiv bei der Zerstörung Reichenstein im Jahre 1543 vernichtet worden war. Der damalige Prior Johannes Heep (1538 - 1564) hatte damals, um den Mangel zu heilen, die ihm bekannten Dinge und Besitzrechte des Klosters aus dem Gedächtnis rekonstruiert. Dieser Text ist später in ein im Jahre 1733 notariell beglaubigtes Lagerbuch, das vom derzeitigen Propst Mathias Lüttgen angefertigt worden ist, eingeflossen. Heep hatte sich darin u. a. auch zur Gründung des Klosters geäußert. Nach dieser Quelle muss Reichenstein im Jahre 1210 gegründet worden sein, was sich mit einer 2. Quelle, der des erzbischöflichen Rektors des Klosters Theodorius de Villace aus dem 15. Jahrhundert deckt, der 1205 als Gründungsdatum von Reichenstein angab.

Zuletzt hat der aus Kalterherberg stammende Pfarrer Josef Conrads in seinem Buch " Das Venndorf Kalterherberg mit dem Kloster Reichenstein", das 1938 erschienen ist, diese These wiederholt. Dabei konnte er nicht wissen, das am Ende des Jahres 1938 im Dezemberheft der Zeitschrift des Monschauer Geschichtsverein "Eremit am Hohen Venn" ein Artikel des damaligen Leiters des Monschauer Gymnasiums, Matthias Brixius, ein Artikel zur Gründungsgeschichte Reichenstein erschien, der das bisherige Gründungsdatum 1205/1210 ad absurdum führte. In diesem Artikel wies er an Hand eines Briefes aus der Briefsammlung des Steinfelder Propstes Ulrich (1153 - 1170) nach, dass die Klostergründung bereits in den Jahren 1130 - 1137 erfolgt sein muss.

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